V. Station

Einmal einen Fehler gemacht, sich irgendwie „falsch“ verhalten, eine Eigenschaft gezeigt, die anderen nicht gefällt, und dann fallen Begriffe: Topmodel, Streber, Loser, Psycho, Nerd, Clown, Schleimer oder noch Schlimmeres. Wenn man will, findet man viele Gründe, jemanden auszugrenzen. Ist ja nur Spaß! Wahrscheinlich hast du das auch schon einmal getan, vielleicht nur in Gedanken. Irgendwer spricht es dann aus. Macht sich lustig. Andere lachen mit. Noch mehr schauen zu oder einfach weg.
Das Volk stand dabei und schaute zu; auch die führenden Männer verlachten ihn und sagten: Andere hat er gerettet, nun soll er sich selbst retten, wenn er der Christus Gottes ist, der Erwählte.
Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten vor ihn hin, reichten ihm Essig und sagten: Wenn du der König der Juden bist, dann rette dich selbst!
Über ihm war eine Aufschrift angebracht: Das ist der König der Juden.
(Lk 23,35–38)
Die führenden Männer lachen Jesus aus. Er hängt hilflos am Kreuz. Er ist allein, verspottet. Auch die Soldaten machen sich lustig über Jesus am Kreuz. Nur zum Spaß hängen sie ein Schild über seinen Kopf mit der Aufschrift: „Das ist der König der Juden.“
Am Kreuz wirkt Jesus schwach. Er wird so zur Zielscheibe. Einer fängt an, ihn zu verspotten, andere machen mit. Viele schauen zu oder einfach weg.
Impulsfragen
- In welchen Situationen hast du dich schon einmal über jemanden lustig gemacht?
- Warum hast du so reagiert?
- Was hat dich dazu gebracht, mitzumachen, zu schweigen oder wegzuschauen?

Gebet
Gott,
wir Menschen gehen nicht immer gut miteinander um.
Wir stecken uns gegenseitig in Schubladen,
wir beleidigen und verletzen andere
durch unser Reden, unser Handeln oder Wegschauen.
Vergib uns, wo wir schuldig geworden sind.
Schenke uns die Kraft, auf die zuzugehen, die wir verletzt haben.
Gib uns den Mut, einzuschreiten, statt nur zuzuschauen.
Schenk uns den Blick dafür, wo wir einen Unterschied machen können.
Amen.
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