III. Station

Du gehst deinen Weg. Dein Rucksack drückt. Nicht nur, weil er voll ist mit Büchern oder Sportsachen. Sondern weil sich da noch mehr drin versteckt. Du hast deinen Geschwistern versprochen, rechtzeitig zu Hause zu sein, um mit ihnen zu spielen. Du willst deiner Oma beim Einkaufen helfen. Und da ist dein bester Freund, der sich gerade echt hängen lässt und dich braucht. Alles gleichzeitig. Und alles wichtig. Weil du weißt, was du gibst, macht einen Unterschied. Du trägst mehr Ballast, als andere sehen.
Und er trug selbst sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelstätte, die auf Hebräisch Golgota heißt. (Joh 19,16b–17)
Jesus nimmt das Kreuz an.
Er trägt es, weil er weiß, dass es getragen werden muss.
Nicht aus Zwang, sondern aus Liebe für uns. Er vertraut Gott, unserem Vater.
Und darin liegt seine ganze Kraft:
Im Aushalten. Nicht im großen Auftritt, sondern im leisen Ja.
Impulsfragen
- Für wen trägst du mit, obwohl es keiner sieht?
- Welche Entscheidungen kosten dich Überwindung?
- Wo bewirkst du etwas? Welchen Unterschied machst du?

Gebet
Guter Gott,
wir tragen Verantwortung, für andere, für das, woran wir glauben.
Manchmal fühlt sich das zu schwer an.
Wir kommen an unsere Grenzen und
würden am liebsten einfach aufgeben.
Du hast getragen, was sonst niemand tragen konnte.
Schenke uns die Kraft, auch das zu tragen, was niemand sieht.
Gib uns Hoffnung, dass unser Tun etwas ändert.
Stelle uns Menschen an die Seite, die uns stützen, wenn wir nicht weiterkommen, Menschen, die bleiben.
Amen.